Am 3. Juni 2026 fand die Jubiläumsveranstaltung anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Internationalen Kommission zum Schutz der Oder gegen Verunreinigung (IKSO) statt.
Im Concordia Design auf der S³odowa-Insel in Breslau kamen die Präsidentinnen und Präsidenten der Kommission, aktuelle und ehemalige Mitglieder der einzelnen Delegationen, langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Expertinnen und Experten der IKSO-Gremien, Vertreterinnen und Vertreter von Umweltorganisationen und andere geladene Gäste zusammen, um auf drei Jahrzehnte der trilateralen Zusammenarbeit im Einzugsgebiet der Oder zurückzublicken. Der offizielle Beginn dieser Zusammenarbeit erfolgte am 11. April 1996 in Breslau mit der Unterzeichnung des internationalen Vertrags zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland, der Regierung der Republik Polen, der Regierung der Tschechischen Republik und der Europäischen Gemeinschaft.
Die Feier wurde von der Präsidentin der IKSO, Frau Monika Niemiec-Butryn, eröffnet. In ihrer Ansprache betonte sie die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit zum Schutz der Oder sowie gemeinsamer Aktivitäten, die sich auf Vertrauen, Erfahrungsaustausch und die Entwicklung von Lösungen für wasserwirtschaftliche Herausforderungen stützen.
Im Hauptteil der Veranstaltung wurden die Gründungsgeschichte der Kommission sowie der Entstehungs- und Ratifizierungsprozess des IKSO-Vertrags in Erinnerung gerufen. Auch die Erfahrungen aus der Hochwasserkatastrophe von 1997 und deren Auswirkungen auf die Weiterentwicklung der organisatorischen Strukturen der Kommission wurden beleuchtet. Darüber hinaus wurden die bisherigen Erfolge hervorgehoben, die als Beispiel für eine wirksame grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Einzugsgebiet der Oder dienen.
Die Teilnehmenden würdigten die Rolle der Kommission bei der Bewältigung außergewöhnlicher Ereignisse. Die COVID-19-Pandemie stellte die IKSO vor neue organisatorische Herausforderungen, denen die Kommission durch die rasche Einführung digitaler Arbeitsformen begegnete. Die Umweltkatastrophe an der Oder im Sommer 2022 hat deutlich gemacht, wie wichtig das im Rahmen der IKSO entwickelte grenzüberschreitende System zur Warnung und zum Informationsaustausch ist. Die Erreichung und Erhaltung eines guten Zustands der Gewässer, die Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit, die weitere Erhöhung der Hochwassersicherheit sowie die Anpassung an den Klimawandel werden auch in den kommenden Jahren zentrale Schwerpunkte der IKSO-Arbeit sein, wie die Delegationsleiterinnen und Delegationsleiter der IKSO zum Abschluss der Veranstaltung zusammenfassten.
Das Jubiläum bot zudem Gelegenheit, all jener zu gedenken und ihnen zu danken, die sich über die Jahre hinweg für die Zusammenarbeit im Rahmen der IKSO engagiert haben. Mit der Fotogalerie unten lassen sich viele Momente der Veranstaltung festhalten.